Eucharistie-Feier

Tut dies zu meinem Gedächtnis – Die Feier der Eucharistie

Es war das letzte Zusammensein Jesu mit seinen Jüngern vor seinem Tod. Mit den Worten über Brot und Wein deutet er sein ganzes Leben: Das bin ich für euch! Und schon bald feiern die Christen auf diese Weise die Erinnerung, die Verbundenheit mit Jesus Christus und seine lebendige Gegenwart. Sie nehmen Brot und Wein, sprechen die Worte Jesu, preisen Gott und leben in seinem Geist verbunden. Eucharistie (griechisch, „Danksagung“), die heilige Messe, ist die Feier der Kirche zur Erinnerung und Verlebendigung des Lebens Jesu.

Der Apostel Paulus beschreibt um das Jahr 55 nach Christus in seinem ersten Brief an die Christengemeinde in Korinth die Feier der Eucharistie: „Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, so oft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn so oft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1 Kor 11,23-26)

Bei der Eucharistiefeier am Sonntag und unter der Woche wirken alle Gläubigen mit. Sie hören das Wort Gottes, sie beten und singen, sie nehmen teil am heiligen Mahl. Einige Aufgaben bei der Feier werden von Gruppen übernommen. Ministranten helfen mit den Gottesdienst zu feiern, Chöre und Musiker gestalten die Gesänge, Frauen und Männer tragen die Lesungen und Fürbitten vor und helfen beim Austeilen der Kommunion. Mesnerin und Hausmeister und weitere Gemeindemitglieder sorgen für den Kirchenraum und den Blumenschmuck. Der Priester steht der Eucharistiefeier vor und ist um das gute Miteinander und die Verbundenheit mit Jesus besorgt. Immer wieder werden die Gottesdienste von und für Gruppen besonders gestaltet, für Kinder und Jugendliche, für Familien und auch für Kranke und Gebrechliche.

Der Evangelist Lukas schreibt von den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus: „Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn.“ (Lk 24,30-31). So bemühen sich Christen bis heute die Gemeinschaft mit Jesus für ihr eigenes Leben und in unserer Zeit und Welt lebendig zu halten.
(H.M.Zipfel, 02.02.12)

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