Das Steinhausprojekt von Pater Robert in Indien
„Von der Hütte zum Steinhaus“
Mit dem Erlös aus den jährlichen Adventsbazaren (veranstaltet und durchgeführt von Frau Else Dreher und Team) unterstützt St. Paulus „Pater Robert“ in Kerala/Südindien im Kampf gegen Armut und Ausbeutung seiner Landsleute.
Gemäß seiner Devise „Die Menschen benötigen keine Almosen, sondern Achtung!“ kümmern „Pater Robert“ und seine Mitbrüder sich um die Obdachlosen – Menschen, die am Straßenrand leben, kein Dach über dem Kopf haben, sich aus den Abfällen ernähren und einen täglichen Kampf gegen Krankheit und Tod führen.
Pater Robert Kalaran CST, geboren am 17.09.1940 in Kerala/Südindien, legte am 17.05.1960 sein Ordensgelübde ab und wurde 1968 zum Priester geweiht. Er gehört zur Thomas-Christen-Gemeinschaft in Indien und gehört zur einheimischen Kongregation der heiligen Theresia vom Kinde Jesu – Ordenskürzel: CST; dieser katholische Männerorden für Priester hat als Patronin die heilige Theresia von Lisieux und betätigt sich vor allem in der Erziehung und in sozialen Bereichen aller Art. Als Vikar kam er 1984 nach Deutschland, 1985 bis 1989 studierte er in Rom und schrieb an der päpstlichen Universität Urbaniana seine Doktorarbeit in Missionswissenschaften. 1989 kam er als Pfarrvertreter einige Wochen nach St. Paulus, als Pfarrer wirkte er in Bettringen, Schwäbisch Gmünd und Sontheim. 1999 wurde er in seiner Heimat zum Generaloberen seiner Kongregation berufen.
Trotz seiner vielfältigen Aufgaben und verantwortungsvollen Ämter, sah der bescheidene „Pater Robert“ seine Berufung immer an der Seite der Obdachlosen. Alles Geld, alle Spenden von Gemeindemitgliedern oder Pfarrgemeinden, das er „zur persönlichen Verwendung“ erhielt, gab er für die Armen in seiner Heimat. 1985 setzte er seine Vision – seinen Auftrag „Von der Hütte zum Steinhaus“ um. Es entstanden die ersten Steinhäuser (ca. 35 qm) für Menschen, die bisher keine Bleibe hatten. Anfänglich wurden 5 bis 10 Häuser am Rande von Dörfern gebaut, später entstanden Siedlungen von bis zu 40 Häusern. Die ausgewählten, hilfsbedürftigen Familien halfen bereits beim Bau ihres Hauses mit. Danach unterstützte „Pater Robert“ sie bei der Integration in eine bestehende Gemeinschaft und im friedlichen Miteinander. Bei der Auswahl der Familien zählt nicht die religiöse oder ethnische Zugehörigkeit, sondern vor allem auch die Bereitschaft der Menschen, sich um Arbeit und Bildung für sich und ihre Kinder zu bemühen und sich aktiv am Dorfgeschehen zu beteiligen. Nach 5 Jahren gehen die Häuser in den Besitz der Familien über, wenn sie bewiesen haben, für sich und für ihre Familienangehörige Verantwortung übernehmen zu können.
„Gemeinsam machen wir diese Welt zu einer besseren Welt. Gott segne Sie.“ Weitere Informationen über Pater Robert Kalaran und sein Steinhausprojekt finden Sie unter: www.stonehouseproject.org




